Projektreise zu unserem Partnerverein nach Bangui

CaF-Vorstandsmitglied Jean-Pierre Mbetinguenza
mit Mitgliedern des zentralafrikanischen Vereins CEFODEC.

Arbeit statt Urlaub 

Im Sommer diesen Jahres nutzte  unser Vorstandsmitglied Jean-Pierre Mbetinguenza seinen Jahresurlaub für eine Reise zu unseren Projektpartnern in der Zentralafrikanischen Republik. Er besuchte unseren Partnerverein CEFODEC, ehemalige Projektorte in der Region Kaga-Bandaro, traf die Stipendiaten und viele liebe Bekannte und Familenmitglieder in seinem Heimatland. Für unseren deutschen Verein ist es ein unschätzbarer Vorteil ein Vorstandsmitglied in dem Land zu haben, in dem wir seit langer Zeit tätig sind. Nachrichten über die Zentralafrikanische Republik gibt es in Deutschland selten und wenn doch, liegt deren Fokus auf den Konflikten in der Region. Der Bürgerkrieg dauert in einigen Teilen des Landes seit 2013 an. 

Solargeräte sichern Erreichbarkeit 

Immer wieder schreiben sich die aktiven Mitglieder unseres Vereins untereinander um zu fragen, ob sie die eine oder andere Person vor Ort für Absprachen erreichen konnten. Manchmal herrscht lange Funkstille. Die Gründe sind vielfältig: kaputtes Handy, kein Geld für Datenvolumen, Reise in ländliche Regionen und - das ist die häufigste Ursache - kein Strom zum Aufladen. Deshalb hat Jean-Pierre Mbetinguenza neben anderen Spenden, wie einigen Notebooks, mehrere Solargeräte vor Ort übergeben. Jetzt müssen unsere Ansprechpartner nicht mehr bei Stromausfall ins Nachbarviertel zum Aufladen ihrer altersschwachen Akkus. Gerade auf Reisen in die Dörfer sind sie unabhängiger. Zu den Spenden gehörten auch Solarlampen, die nun Besprechungen am Abend möglich machen.

Agrarprojekte wirken nachhaltig 

Bei seinem Besuch in der Region KagaーBandaro besuchte Jean-Pierre Mbetinguenza ehemalige Projektorte. Vor über 5 Jahren unterstützten wir Binnenflüchtlinge bei ihrer Rückkehr in ihre Dörfer. Nach Jahren in Flüchttlingscamps gab es vor Ort nichts. Die Menschen hatten weder Saatgut noch Geräte zum Bestellen ihrer Felder. Gegraben wurde mit Stöckern. Der zentralafrikanische Verein CEFODEC versorgte 20 Gruppen mit je 20 Personen mit dem Nötigsten und schulte sie in modernen Anbaumethoden. In einem Nachfolgeprojekt ging es um die Erweiterung des Wissens in moderner Landwirtschaft. Die Projekte waren sehr erfolgreich. Noch heute unterstützen sich einige der Gruppen untereinander aktiv. Doch kleine Projekte können nicht die große Not lindern. Wo Aales fehlt, ist der Weg hin zu Dörfern mit gutem Einkommen weit. Folgeprojekte würden helfen. Wir überlegen derzeit, wie wir mit neuen Projekten die Menschen erneut unterstützen können.

Hilfe zur Selbsthilfe 

Die gemeinsamen Projekte von Centrafrique Futur und CEFODEC haben zum Ziel die Menschen dabei zu unterstützen sich selbst zu helfen. Der wichtigste Aspekt ist die Wissensvermittlung. Denn Wissen bleibt und kann immer wieder von den Menschen genutzt werden. Deshalb investieren wir in Bildung und übernehmen auch dank Patenschaften lieber Spender die Schulgebühren und Büchergeld für Schülerinnen und Schüler. In diesem Jahr werden wir zudem zwei jungen Menschen dabei helfen eine Berufsausbildung bzw. ein Studium zu machen.

Wir danken allen Spendern für die großzügige Unterstützung.

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