Ein Brunnen in Nzéré
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| Dorfälteste von Nzéré und Mitarbeiter von CEFODEC begutachten den Fortschritt beim Brunnenbau. |
Wasser ist lebensnotwendig. Und der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht. Doch in vielen Orten in der Zentralafrikanischen Republik ist sauberes Wasser ein rares Gut. So ist es auch in dem Dorf Nzéré. Deshalb bauen wir dort einen Brunnen. Wir, das sind der zentralafrikanische Verein CEFODEC, Centrafrique Futur e.V. aus Berlin und zahlreiche Spender. Besonders herzlich bedanken wir uns bei der Fondazione Maria Enrica für ihre Unterstützung.
Ein Ort wie viele
Nzéré ist ein Dorf mit circa 800 Bewohnern. Es liegt in der Savanne circa 100 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Bangui gelegen. Die Menschen leben von Landwirtschaft. Durch wilde Abholzung leidet die Bevölkerung in der Region zunehmend. Mit den Bäumen hat der Boden seinen Schutz verloren. Ackerflächen sind trocken und nährstoffarm. Der Boden kann Wasser immer schlechter speichern. Die traditionelle Agroforstwirtschaft, also die Kombination von Ackerflächen mit natürlichem Baumbestand, ist nicht mehr möglich. Doch am schlimmsten ist der Mangel an Trinkwasser.
Wasser zum Trinken
Zuallererst wollen wir den Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser erleichtern. Es fehlt Wasser an der Oberfläche. Es gibt jedoch noch ausreichend gutes Grundwasser, doch die Wege zu den Brunnen sind lang. Frauen und Mädchen holen das Wasser für die Familien. Je mehr Zeit sie für diese Aufgabe verwenden, umso weniger Zeit haben sie für andere Dinge. Den Mädchen fehlt Zeit für die Schule. Den Müttern fehlt Zeit für ihre Kinder, das Kochen und ihre Arbeit.
Wasser für die Landwirtschaft
Zusammen mit CEFODEC und mit Unterstützung der Stiftung Nord-Süd-Brücken starten wir im Dezember 2025 das einjährige Projekt „Ein Wald für Nzéré“. In diesem Projekt forsten die Menschen zwei Hektar verödetes Land auf. Ziel ist das Stück Land zu renaturieren und mit modernen Methoden der Agroforstwirtschaft wieder zu nutzen. Im Projekt erlernen die Menschen effiziente Anbaumethoden. Zudem erhalten sie für ihr eigenes Land Bäume und Saatgut, um die Methoden in Eigenregie anzuwenden. Der Brunnen liefert das Wasser für die Pflanzzeit der Bäume und den Anbau von Gemüse, Erdnuss und Mais. Wir berichten bald mehr.
